Eine Website kostenlos erstellen: Geht das?

Kann man eine Website kostenlos erstellen lassen? Ob das tatsächlich möglich ist, welche Kosten entstehen und wann sich professionelle Umsetzung lohnt.

Eine Gute Frage: Ist es wirklich so, dass sich eine Webseite auch kostenlos erstellen lässt?
Eine Gute Frage: Ist es wirklich so, dass sich eine Webseite auch kostenlos erstellen lässt?

Die Webseite kostenlos erstellen lassen – geht das überhaupt?

„Erstelle deine Webseite hier schnell und kostenlos!“ – wird ständig beworben. Baukastensysteme locken mit Gratis-Tarifen. WordPress ist frei verfügbar. KI-Tools wie ChatGPT liefern schnell generierte Texte oder sogar komplette Webseiten. Auf den ersten Blick wirkt es also, als ließe sich eine professionelle Online-Präsenz ohne Budget umsetzen.

Wenn deine bestehende Website veraltet ist oder nicht mehr zu deinem Unternehmen passt, ist dieser Wunsch verständlich. Du weißt, dass etwas passieren muss. Gleichzeitig möchtest du kein großes Projekt starten. Eine zusätzliche To-do-Liste oder technische Einarbeitung nach Feierabend kannst du nicht gebrauchen.

In meiner Arbeit habe ich bereits einzelne WordPress-Webseiten neu aufgesetzt, die ursprünglich mit kostenlosen Themes gestartet sind. Dabei wurde deutlich, wie schnell eine Seite ohne konzeptionelle Grundlage an ihre Grenzen stößt.

Was bei vermeintlich kostenlosen Webseiten häufig übersehen wird:
Die Zeit, die du mit deiner Unternehmenswebsite verbringst – beim Ausprobieren, Suchen und Anpassen – ist Arbeitszeit.
Und sie kostet dich deinen eigenen Stundenlohn.

Ich bin Petra und unterstütze dich bei deiner visuellen Kommunikation,
Ich bin Petra und unterstütze dich bei deiner visuellen Kommunikation,
© Gloria Schmid

Hallo, ich bin Petra. 
Ich helfe Selbständigen, Vereinen und Projekten dabei, gesehen zu werden. KI? Templates? Alles Werkzeuge. Meine Gestaltung ist genauso individuell wie du.

Der Mythos „Website erstellen lassen kostenlos“

Eine Website kostenlos erstellen zu lassen ist technisch möglich, aber selten wirklich kostenfrei. Kosten entstehen meist nicht beim Start, sondern später durch Zeitaufwand, fehlende Struktur oder notwendige Anpassungen. Entscheidend ist, welche Aufgabe deine Website erfüllen soll.

Der Wunsch nach „kostenlos“ ist total verständlich.
Überall begegnen dir Angebote: kostenlose Baukastensysteme, freie WordPress-Installationen, KI-Tools, die Texte generieren oder Layouts vorschlagen. Der Einstieg wirkt niederschwellig: Kein großes Budget. Kein Vertrag mit hoher Anfangsinvestition.

Gerade wenn du dich mit Technik nicht intensiver beschäftigen möchtest, klingt das attraktiv.
Du kannst starten, ohne dich festzulegen. Du probierst aus. Änderst etwas. Verwirfst es wieder.

  • Bei WordPress heißt es: kostenlos nutzbar. Das stimmt technisch. Die Software selbst kostet nichts. Doch Hosting, Sicherheitsupdates, Backups, Premium-Themes oder bestimmte Erweiterungen sind meist nicht inklusive. Spätestens wenn ein Problem auftaucht, beginnst du zu recherchieren. Foren, Tutorials, unterschiedliche Lösungswege. Das kostet Zeit und Nerven.
  • Auch bei einer Baukastensystem-Website ist der Einstieg häufig gratis. Die Basisversion ist schnell eingerichtet. Doch individuelle Anpassungen sind nur eingeschränkt möglich. Bestimmte Funktionen sind kostenpflichtig. Und sobald dein Angebot komplexer wird, stößt du an Grenzen.
  • KI-Tools wie ChatGPT können Inhalte generieren. Sie kennen dein Unternehmen jedoch nicht. Eine gute Website entsteht nicht aus unabhängigen Bausteinen. Sie braucht Struktur, Prioritäten und ein Gespür dafür, was für dein Angebot wirklich relevant ist. Dieses Feingefühl lässt sich nicht automatisiert erzeugen.

Aber: „Kostenlos“ bezieht sich also meist nur auf den schnellen Start.
Das sagt nichts darüber aus, wie viel Zeit du investierst, wie flexibel deine Website später bleibt oder ob sie tatsächlich Anfragen generiert. Maßgeblich ist, ob deine Website langfristig für dich funktioniert.

Wie das in der Praxis aussieht

In der Theorie sieht es vielleicht so aus: „kostenlos“ = unkompliziert.
In der Praxis zeigt sich schnell, wo der Aufwand entsteht.

Bei WordPress startest du mit einer Theme-Gestaltung, die viele andere ebenfalls nutzen, weil sie vielleicht gerade trendet.
Du passt noch Farben an, tauschst Bilder aus und ergänzt Texte. Doch sobald etwas nicht wie gewünscht funktioniert, suchst du nach Lösungen. Updates führen zu Fehlermeldungen. Plugins sind nicht kompatibel. Änderungen wirken sich an mehreren Stellen aus. Du recherchierst – und verlierst Zeit.

Eine Baukastensystem-Website ist recht schnell eingerichtet. Die Struktur steht. Genau darin liegt aber auch die Grenze. Navigation, Seitenaufbau und Gestaltung lassen sich nur innerhalb der Vorlage verändern. Wenn dein Angebot differenzierter wird oder du dich klarer positionieren möchtest, passt die Struktur nicht mehr richtig.

Bei KI-generierten Inhalten zeigt sich ein anderes Problem. Inhalte sind schnell erstellt, wirken auf den ersten Blick passend – bleiben aber allgemein. Sie berücksichtigen weder dein regionales Umfeld noch deine konkrete Zielgruppe. Eine gute Website braucht mehr als korrekte Formulierungen. Sie braucht eine klare Führung durch deine Inhalte. KI liefert nur dann gute Ergebnisse, wenn du das Werkzeug beherrschst.

Was viele unterschätzen:
Eine Website entsteht nicht nur technisch. Sie braucht Entscheidungen:
Welche Leistung steht im Vordergrund? Was ist dein Einstieg, wo führt er hin? Welche Information braucht jemand zuerst?

Was „kostenlos“ wirklich heißt

„Kostenlos“ bezieht sich in den meisten Fällen auf die Basisversion eines Systems und Standard-Vorlagen.
Was dabei nicht enthalten ist, sind individuelle Anpassungen, strategische Überlegungen oder langfristige Betreuung.
Kosten entstehen oft schrittweise. Ein Upgrade für mehr Funktionen. Ein kostenpflichtiges Plugin. Mehr Speicherplatz. Ein Sicherheitspaket. Oder externe Unterstützung, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert.

Hinzu kommt der eigene Zeitaufwand. Jede Stunde, die du dich in ein System einarbeitest, Einstellungen suchst oder Fehler korrigierst, fehlt dir im Tagesgeschäft. Gerade bei Soloselbstständigen und kleinen Betrieben ist das echte Arbeitszeit.

Ein weiterer Punkt wird erst später sichtbar:
Wenn die Struktur nicht sauber aufgebaut ist, lässt sich eine Website nur schwer erweitern. 
Neue Leistungen, zusätzliche Themenseiten oder ein interner Bereich brauchen eine stabile Grundlage. Fehlt diese, beginnt man oft erneut – mit zusätzlichem Aufwand.

Auch die  Frage „Was muss eine Website enthalten?“ wird bei kostenlosen Lösungen selten konkret beantwortet.
Ohne klare Priorisierung entstehen Seiten, die zwar deine Informationen abbilden, aber keine Richtung vorgeben.
Besucher*innen finden Inhalte – aber keinen klaren nächsten Schritt.

„Kostenlos“ bedeutet also nicht automatisch kostengünstig.
Es bedeutet in vielen Fällen, dass du selbst Verantwortung für Konzept, Technik und Weiterentwicklung übernimmst.
Es bleibt also alles an dir hängen.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob ein System gratis erhältlich ist.
Entscheidend ist, ob deine Website zuverlässig Anfragen unterstützt, zu deinem Unternehmen passt und mit dir wachsen kann.

Website-Erstellung im Vergleich

Die Webseite selbst mit einem kostenlosen System erstellen oder sich professionelle Unterstützung holen?
Hier ein Kostenvergleich:

Wann eine kostenlose Lösung ausreichen kann

In bestimmten Situationen kann eine kostenlose Lösung durchaus sinnvoll sein.

  • Wenn du lediglich eine digitale Visitenkarte benötigst – mit Kontaktdaten, kurzer Leistungsbeschreibung und vielleicht einem Bild – kann ein Baukastensystem ausreichend sein. Auch dann, wenn deine Leistungen sehr klar umrissen sind und sich voraussichtlich wenig verändern, ist der Aufwand überschaubar.
  • Eine kostenlose Lösung passt außerdem, wenn du dich technisch sicher fühlst und bereit bist, dich selbst einzuarbeiten. Wenn es dir nichts ausmacht, dich mit Einstellungen, Updates oder kleineren Anpassungen zu beschäftigen, kannst du damit starten.
  • Ebenso spielt die Rolle deiner Website eine entscheidende Frage.
    Soll sie nur informieren? Oder aktiv Anfragen generieren?
    Wenn sie keine zentrale Funktion in deiner Kundengewinnung übernimmt, sind die Anforderungen geringer.

Wichtig ist, dass du die Entscheidung bewusst triffst.
Nicht aus dem Impuls heraus, Kosten zu vermeiden, sondern damit deine Wahl zu deinem Bedarf passt.

Eine kostenlose Website kann also sinnvoll sein, solange sie deinen Anspruch erfüllt und du weißt, welche Grenzen damit verbunden sind.

Wann es sinnvoll ist, deine Website erstellen zu lassen

Eine Website professionell erstellen zu lassen, ist dann sinnvoll, wenn sie aktiv für dich arbeiten soll.

  • Wenn deine Website Anfragen unterstützen soll, braucht sie einen logischer Aufbau.
    Besucher*innen müssen schnell erkennen, was du anbietest, für wen dein Angebot gedacht ist und wie sie mit dir in Kontakt treten können. Das entsteht nicht durch eine allgemeine Vorlage, sondern durch durchdachte Konzeption.
  • Wenn dein Leistungsangebot gewachsen ist oder sich verändert hat, lohnt sich ein strategischer Neuaufbau.
    Viele Soloselbstständige und Handwerksbetriebe entwickeln ihr Angebot über Jahre weiter. Online bleibt diese fortwährende Professionalisierung oft unklar dargestellt. Ohne Priorisierung wirkt eine Seite schnell unübersichtlich oder beliebig.
  • Ein weiterer Aspekt ist deine eigene Zeit.
    Wenn du dich nicht regelmäßig mit technischen Details beschäftigen möchtest und Änderungen nicht selbst suchen willst, spart eine professionelle Umsetzung dauerhaft Aufwand. Struktur, Gestaltung und Technik sind von Anfang an sauber aufgebaut. Anpassungen lassen sich gezielt vornehmen, ohne dass das gesamte System durcheinandergerät.
  • Wenn deine Website langfristig mit deinem Betrieb wachsen soll, ist die technische Grundlage entscheidend.
    Neue Themenseiten, zusätzliche Leistungsbereiche oder gezielte Landingpages lassen sich integrieren, ohne alles neu aufzusetzen.
  • Auch die persönliche Unterstützung ist ein wichtiger Faktor.
    Eine Ansprechpartner*in vor Ort erleichtert Abstimmungen und sorgt für kurze Wege.

Mag sein, dass die eine professionell aufgebaute Website vorkommt wie ein ein überdimensioniertes Projekt.
Tatsächlich ist sie eine tragfähige Kommunikationsbasis für deinen Betrieb.

Fazit: Geht es also wirklich kostenlos?

Eine Website kostenlos erstellen zu lassen ist technisch möglich.
Entscheidend ist, welche Rolle deine Website in deinem Betrieb übernehmen soll.

Wenn sie nur informieren soll, kann eine einfache Lösung ausreichen. Sobald deine Website jedoch Anfragen unterstützen, dein Angebot nachvollziehbar darstellen und langfristig mit deinem Unternehmen wachsen soll, steigen die Anforderungen.

„Kostenlos“ bedeutet häufig, dass du Zeit investierst, dich in Systeme einarbeitest und Entscheidungen allein triffst. Diese Zeit fehlt dir in deinem eigentlichen Arbeitsbereich. Und sie hat einen Wert.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf den Einstiegspreis zu schauen, sondern auf das, was deine Website im Alltag leisten soll.

Ich begleite kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe im Raum Karlsruhe bei der strukturierten Umsetzung ihrer Website – von der Design-Konzeption bis zur technischen Betreuung.
Wenn du klären möchtest, welche Lösung zu deinem Betrieb passt, können wir das in einem unverbindlichen Erstgespräch besprechen.